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Das künstliche Kniegelenk - Die Knie-Totalendoprothese


Im fortgeschrittenen Stadium der Knorpelzerstörung sind meistens mehrere Gelenkanteile betroffen. Es kommt zur Verformung des Kniegelenkes und zunehmender Einsteifung. Die Patienten klagen über Belastungs- und Ruheschmerzen. Auch nachts ist der Patient nicht mehr schmerzfrei. Die Gehstrecke wird zunehmend kuuml;rzer, die Lebensqualitauml;t ist deutlich eingeschrauml;nkt. Im Röntgenbild zeigen sich zerstörte Gelenkoberflauml;chen, meist verbunden mit sichtbaren Gelenkdeformierungen.

Nach Ausschöpfung der konservativen Behandlungsmöglichkeiten und entsprechendem Leidensdruck ist der Einbau eines künstlichen Kniegelenkes die einzige Alternative.

Bei dieser Operation werden die geschädigten Gelenkflauml;chen durch so genannte Oberflächenersatzprothesen ersetzt. Durch den Einsatz dieser modernen Prothesentypen muss nur noch sehr wenig Knochenmaterial entfernt werden. Die eigenen Bandstrukturen bleiben intakt. Die Größe der Prothese wird mit Hilfe einer Planungsskizze dem Patienten individuell angepasst. Sie wird entweder zementrei (Press-Fit-Technik), telweise- oder vollständig zementiert Implantiert. Die Gleitfl¨chen für den Oberschenkelteil im allgemeinen Chrom-­‐ Kobaltlegierungen für Allergiker gibt es titanbeschichtete Prothesen, der Gleitpartner (Inlay) besteht aus ultrahochvernetztem Polyethylen,
Der Bewegungsablauf ist weitgehend natürlich, die Abnutzung über die Jahre nur gering, so dass die Haltbarkeit der Kniegelenkstotalprothesen im Mittel bei 15-20 Jahren liegt. Die Kniescheibe muss im allgemeinen nicht ersetzt werden.

Gelenkersatzoperationen können ausschließlich stationauml;r (ca. 10-14 Tage) durchgeführt werden. Die Rehabilitation beginnt sofort nach der Operation. Die Patienten werden täglich mit Krankengymnastik und Lymphdrainage behandelt. Für passive Bewegungsuuml;bungen stehen Motorschienen zur Verfügung. Im Anschluss an den Aufenthalt im Akutkrankenhaus wird ein Grossteil der Patenten für weitere 3-4 Wochen in eine Rehabilitationsklinik verlegt. Für die gesamte Behandlung ist ein Zeitraum von 3-4 Monate zu kalkulieren. Bei normalem Verlauf der Operation und erfolgreicher RehabilitaBon sind Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Golfspielen wieder möglich.
Selbst vom Skifahren lassen sich einzelne Patienten nicht abhalten.

Schlittenprothese

fortgeschrittene Arthrose


 

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