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Die mediale (Schlitten-)Knieendoprothese -
Das "halbe" künstliche Kniegelenk

Isolierte Verschleisserscheinungen von der Knieinnenseite können auf verschiedene Weisen operativ versorgt werden. Zum einen gibt es die Möglichkeit, die Arthrose der Innenseite (Mediale- oder Varusarthrose) mittels Achskorrektur zu entlasten.
Liegt jedoch kein oder nur ein geringes O-Bein vor, oder ist die Abnutzung/Arthrose der Innenseite bereits zu weit fortgeschritten so gibt es die Möglichkeit, isoliert die Oberfläche des betroffenen Areals zu ersetzen. Die Implantation einer unicompartimentale Knieprothese ist eine minimalinvasive Operation.
Eine korrekt eingesetzte mediale Endoprothese funktioniert heute ohne weiteres 15-20 Jahre. Dann müsste bei Lockerung der Prothese oder Abnutzung der Aussenseite ein Prothesenwechsel auf eine ganze Knieprothese vorgenommen werden.

Geeignete Voraussetzungen sind: fortgeschrittene Arthrose der Innenseite, nicht zu ausgeprägtes X- oder O-Bein, Stabile Bänder, Streckhemmung bis 10°, Alter ab etwa 60 Jahre. Eine Arthrose hinter der Kniescheibe ist kein Ausschlusskriterium.

2. Operationstechnik:
Die Operation kann in Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt werden und dauert in der Regel zwischen 40 und 70 Minuten. Der Zugang erfolgt entlang der Innenseite der Kniescheibensehne. Der Schnitt ist ca. 6-8 cm lang. Am Schienbein und am Oberschenkelknochen werden nun die defekte Gelenkoberflächen mit wenig Knochen entfernt. Die definitive Prothese wird einzementieert.
Anschliessend wird die Wunde verschlossen und eine Drainage zur Vermeidung von Blutergüssen eingelegt. Die gesamte Operation erfolgt in Blutsperre (Druckmanschette), hierdurch lässt sich der Blutverlust noch geringer halten.

3. Rehabilitation
Am ersten Tag nach der Operation werden Sie bereits mobilisiert. Sie dürfen ab dem ersten Tag Ihr Bein mit Hilfe von Gehstöcken voll belasten. Die Stöcke können nach 3-4 Wochen weggelassen werden. Die Entlassung aus unserer Klinik erfolgt zwischen dem 5. und 8. Tag nach der Operation. Das Bewegungsausmass wird in den ersten 6 Wochen mit Hilfe der Physiotherapie auf über 120° gesteigert werden.
Die volle Steckung wird meist etwas verzögert erreicht.

 

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