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         AS-Hüfte   

 

 



Im Vergleich zur rasanten Entwicklung der minimal invasiven Chirurgie an Knie- und Schultergelenk hat sich die Arthroskopie am Hüftgelenk nur langsam entwickelt. Die Gründe hierfür sind vielfälltig. Viele Symptome wurden nicht erkannt und blieben deshalb unbehandelt. Die Entwicklung von Spezialinstrumenten für die Hüftgelenksarthros-kopie und die verbesserte Qualität der Kernspintomographie hat uns geholfen. Indikationen für eine arthroskopische Hüftoperation sind Patienten mit chronischen Hüftgelenksbeschwerden verursacht durch Läsionen des Labrum - Kapselkomplexes und Knochenanbauten (Impingement) am Schenkelhals. Weitere Indikationen sind Knorpelschäden an Kopf und Pfanne, beginnende Arthrosen sowie freie Gelenkkörper.


Hüftkopf und Pfanne bilden die zentralen anatomischen Strukturen des Hüftgelenkes. Unter Extension kann der der zentrale Bereich des Hüftgelenkes mit Hüftkopf und Pfanne optimal beurteilt und gleichzeitig behandelt werden. Degenerative Schäden an den Gelenkflächen, Entzündungen der Gelenkinnenhaut oder freie Gelenkkörper können diagnostiziert werden. Der Schenkelhals und der Pfannerand (peripherer Gelenkteil) ist ohne Extension gut einsehbar. Am Pfannenrand befindet sich eine Ge-lenklippe (Labrum), welche für eine optimale Gelenkfunktion sehr wichtig ist.


Eine genaue Anamnese und Untersuchung ergänzt durch Radiologie und Kernspintomographie (MRI) sind für eine genaue Diagnose unerlässlich. Die Beurteilung des Gangbildes verbunden mit einer Untersuchung der passiven und aktiven Beweglichkeit des Hüftgelenkes ist notwendig. Schmerzhafte Beugung, Adduktion und Innenrotation sprechen für eine Pathologie am Pfannenrand (Labrumschaden) oder für knöcherne Anbauten am Schenkelhals. Die Röntgendiagnostik als Basisuntersuchung zeigt uns traumatische und denerative Schäden an Kopf, Schenkelhals und Pfanne. Die Kernspintomographie, die mit einem Kontrastmittel durchgeführt wird, gibt uns verlässliche Hinweise auf Knorpelschäden und Labrumdefekte.


Die Arthroskopie des Hüftgelenkesstellt bei Patienten mit Blockaden, Einklemmungen und bei unklaren Leistenschmerzen eine sinnvolle Therapie dar.


Die Operation erfolgt in Vollnarkose und ist mit einem stationären Aufenthalt von einigen Tagen verbunden. Über mehrere winzige Hautschnitte werden eine Optik und Instrumente in das Ge-lenk eingeführt. Auf einem sog. Exten-sionstisch muss der Hüftkopf 1-2 cm aus der Pfanne herausgezogen, um einen guten Überblick zu erhalten. Die gleichzeitige Beurteilung und Behandlung von Gelenkschäden (Glätten des Knorpel, Anbohrung und Abschleifen von Defektzonen) ist möglich.Einrisse am Pfannenrand (Labrumschäden) werden geglättet oder refixiert. Die Entfernung von Knochenanbauten am Schenkelhals oder am Pfannenrand verbessert die Gelenkbeweglichkeit und beseitigt schmerzhafte Einklemmungen.


Der Patient darf nach der Operation das Hüftgelenk sofort mit 10-20 kg belasten. In der Regel sind Gehstöcke für 2 Wochen notwendig. Behandlungen des Knorpels (Anbohren, Abschleifen) erfordern eine längere Entlastungszeit. Krankengymnastik und Bewegungsübungen auf der Motorschiene beginnen bereits am Operationstag.


 

gonarth_06

rechtes Hüftgelenk mit Hüftkopf und Bandapparat (Ansicht von vorne)


Arthroskopie der rechten Hüfte
Standardzugänge für Optik und Instrumente


Arthroskopischer Blick auf Hüftkopf (oben) und Hüftpfanne (unten)


Rechtes Hüftgelenk Z.n. Abtragen
von Knochenanbauten am Schenkelhals

 

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