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         Infoblatt (PDF 356 KB)  

       

 

Wenn die Großzehe zunehmend nach lateral kleinzehenwärts drängt, ist irgendwann nicht mehr ausreichend Platz für die kleinen Zehen vorhanden. Sie müssen dem Großzehen ausweichen, nach oben. Es handelt sich hierbei um eine Fehlstellung der Zehe mit einer Beugung im Mittelgelenk und meist einer Überstreckung im Grundgelenk. Durch den Druck des Knochens unter der Haut des Mittelgelenkes kommt es zur Ausbildung von schmerzhaften Schwielen (Hühneraugen) mit Entzündungen.


Ziel der konservativen Therapie ist es zunächst den Druck der Zehen gegenein-
ander zu vermindern.Dies gelingt nur, wenn ausreichend weites und weiches Schuhwerk getragen wird. Konfektionierte Zwischenzehenpolster werden angeboten. Oft kommen jedoch Patienten mit selbstgefertigten Polsterungen in die Sprechstunde, die sie einer konfektionierten Zehenhilfe vorziehen. Zwischenzehenpolster können auch eine weitere Achsenabweichung der betroffenen Zehen zur Folge haben.


Bei kontraktem Gelenk wird das Grund gliedköpfchen entfernt und die korrigierte
Stellung ggf.mit einem Draht gehalten. Dieser wird nach ca.2 Wochen wieder entfernt. Bei passiv frei beweglichen Gelenken wird eine Beugesehne nach streckseitig umgelagert. Diese Operationen können in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.


Sofortige Vollbelastung bzw.Tragen eines Spezialschuhes mit starrer Sohle bis zur Entfernung des Drahtes.


Beim Laufen können die Nerven zwi schen den Zehen durch Bänder kompri miert werden.Zusätzlicher Druck kann durch die Mittelfußknochen entstehen, wenn schlecht passendes Schuhwerk getragen wird oder das vordere Quergewölbe abge flacht ist .Die Zehennerven können durch diesen Druck gereizt werden und eine lokale Nervenschwellung (Neurom) ausbilden. Sollten konservative Maßnahmen wie Schuheinlagen, Physiotherapie oder Lokalanaesthetica mit Cortison keine Beschwerdebesserung erzielen,sollte operativ das Neurom entfernt werden.


Vollbelastung, je nach Schmerzen.


Ei n fibröses Band, das unter der Innenseite des Fersenbeinesentspringt, läuft nach vorn zu den Zehen und ist für die Ausbildung eines Fersenspornes verantwortlich. Bei zunehmender Streckung der Zehen nimmt auch die Spannung desfi brösen Bandes zu. Dadurch kommt es zur chronischen Reizung am Ansatz des Fersenbeines und zur Ausbildung einer knöchernen Ausziehung,dem sogenannten
Fersensporn. Bei akuten Schmerzen sollte die Ferse gekühlt werden sowie schmerz- und entzündungshemmende Tabletten eingenommen werden. Desweiteren können Einlagen mit Fersenweichbettung verordnet werden. Erfolgreich gegen Fersenschmerzen hat sich auch die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) erwiesen.

 


Hammerzeh


Krallenzeh


Grundgliedköpfchenresektion (Bild links) Mittelgliedköpfchenresektion (Bild rechts)


Morton Neuralgie

 

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