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Wenn Laien vom ’’Fußgelenk’’ sprechen,
ist eigentlich das obere Sprunggelenk gemeint. Es befindet
sich im oberen Bereich des Knöchels. Dieses recht komplizierte
Scharnier- Gelenk ist für das Heben und Senken des Fußes zuständig
und wird bei jedem Schritt beansprucht. Über das obere
Sprunggelenk ist der Fuß mit dem Schienbein verbunden.
Die Arthroskopie (Spiegelung) des oberen Sprunggelenkes
stellt heute einen unverzichtbaren Teil der Behandlungsmethoden
dar. Sie kann zur Diagnostik und Therapie verwendet werden.

Die Indikationen zur Sprunggeglenksarthroskopie
können unterteilt werden in Erkrankungen der Gelenkinnenhaut (Synovia),
der Bänder, des Knorpels und in Verletzungen des Knorpels.

Erkrankungen der Gelenkinnenhaut, die z.B. nach Verletzungen
des oberen Sprunggelenkes oder als eigenständige
Erkrankung ( pigmentierte villonoduläre Synovitis) auftreten,
können arthroskopisch behandelt werden. Unabhängig
von der zugrundeliegenden Erkrankung erfolgt in der Regel eine
Entfernung der Gelenkschleimhaut (Synovektomie). Bei einer eitrigen
Gelenkentzündung wird das Gelenk ausgiebig gespült.

Eine Enge (Impingement) im oberen Sprunggelenk mit schmerzhafter
Bewegungseinschränkung kommt häufig nach Verletzungen
vor. Der Begriff ‚Meniscoid’ wird für eine verdickte
Schleimhautfalte zwischen Schien- und Wadenbein infolge von Bandverletzungen
am oberen Sprunggelenk verwendet. Die Ergebnisse der arthroskopischen
Therapie des Impingements sind erfolgversprechend mit guten bis
sehr guten Ergebnissen bei 75 –90 Prozent der Patienten.
Hierbei handelt es sich um typische Veränderungen des oberen
Sprunggelenkes bei Sportlern und insbesondere Fußballern
im Stadium der fortgeschrittenen Karriere. Es zeigen sich radiologische
Veränderungen am Sprungbein und vorderen Schienbein in Form
von knöchernen Ausziehungen. Arthroskopisch finden sich neben
den knöchernen Ausziehungen (Osteophyten) eine verdickte und
zottenartig entzündete Gelenkschleimhaut. Die Osteophyten
werden arthroskopisch abgetragen, so dass wieder eine bessere Gelenkbeweglichkeit
entsteht.
Die Verletzung des Knochens/Knorpels ist eine akute Erkrankung,
die häufig v.a. nach Umknicken des oberen Sprunggelenkes auftreten.
Kleinere Knorpelfragmente werden entfernt. Größere werden
entweder wieder verschraubt oder entfernt und der darunterliegende
Knochen angebohrt (Mikrofracture). Hierdurch soll ein Einwachsen
von Faserknorpel in den Defekt erfolgen.

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