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Das hintere Kreuzband ist verglichen mit dem vorderen Kreuzband weitaus seltener von Verletzungen betroffen.
Anders als das vordere Kreuzband hat das hintere Kreuzband bei –korrekter- konservativer Therapie eine gute Chance ohne Operation zu heilen. Das liegt vor allem auch an der besseren Blutversorgung dieses Bandes.
Die konservative Therapie besteht aus einer mehrwöchigen Behandlung mit einer speziellen Schiene, die Tag- und Nacht getragen werden muss. Dies sollte unmittelbar nach dem Trauma passieren, erfordert natürlich eine zügige Diagnosestellung.
Leider ist die Diagnostik manchmal verzögert, nicht selten ist ein vermeintlich gerissene vorderes Kreuzband anstelle des tatsächlich verletzten hinteren Kreuzbandes operiert worden, mit zum Teil fatalen Folgen für die Patienten.
Besteht nun die symptomatische Verletzung des hinteren Kreuzbandes so ist eine Operation zu empfehlen. Hierbei muss zusätzlich auf die zu meist mitverletzten „posteromedialen“ und „posterolateralen“ Strukturen eingegangen werden.

IWir führen Hintere Kreuzbandoperationen nach der anerkannten Technik von Prof. Strobel aus Straubing in arthroskopischer Technik mit Beugesehnen durch.


Die Rehabilitation nach einer Kreuzbandoperation besteht
im wesentlichen aus frühzeitigen Bewegungsübungen,
einem intensiven Muskelaufbauprogramm sowie einem Koordinationstraining.
Kontinuierliche Bewegungen auf einer Motorschiene sowie
eine dosierte Belastung wirken sich auf die Knorpelernährung
sowie auf das Einheilen des Transplantates sehr positiv
aus. Durch den Einsatz von Muskel-stimulationsgeräten
kann der Muskelschwund am Oberschenkel reduziert werden.
Zum Schutz des Transplantates sollte für einige Wochen
eine abnehmbare und verstellbare Schiene (= Ortthese) getragen
werden.
Nur eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient, Krankengymnast
und erfahrenem Operateur führt zu einem guten Operationsergebnis.
Die meisten Patienten haben nach 3-5 Wochen die Vollbelastung
wieder erreicht. Eine erweiterte ambulante Rehabilitation
beginnt ab der 3. Woche. Das Fahrradergometer als Trainingsgerät
hat sich bestens bewährt. Bei gut aufgebauter Oberschenkelmuskulatur
und wieder-gewonnener Stabilität können nach ca.
6-8 Monaten auch Rotationssportarten wie Fußball,
Handball, Basketball und alpiner Skilauf begonnen werden.
In der Regel sind die operativen Ergebnisse nach Kreuzbandrekonstruktionen
als sehr gut zu bezeichnen. In den meisten Fällen können
die Patienten ihren Sport auf hohen Niveau fortsetzen.

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körpereigenes Sehnenmaterial
zur Kreuzbandrekonstruktion
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Fixaktion der Sehne im Knochenkanal
mit resorbierbaren Stiften (rot) oder mit einem Titanplättchen
(grün)
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kleine Hautschnitte garantieren optimale
kosmetische
Ergebnisse (junge Patientin eine Woche nach OP)
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Rehabilitation als wichtiger Bestandteil
der Behandlung
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